Automatik-Führerschein

Das Automatikgetriebe ist klar auf dem Vormarsch. Immer mehr setzen Fahrzeughersteller auf Automatik-Getriebe und erleichtern so das Fahrerlebnis vieler Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über den Automatik-Führerschein.

Wissenswertes zum Automatik-Führerschein

Ähnlich wie beim Führerschein Klasse B dürfen Besitzer eines Automatik-Führerscheins klassische PKW fahren – entweder mit Automatik- oder Halbautomatik-Getriebe. Dies bedeutet, dass Besitzer eines Automatik-Führerscheins jegliche Fahrzeuge ohne Kupplungspedal bedienen dürfen. Besitzer eines Automatik-Führerscheins bekommen die Schlüsselzahl 78 in ihren Führerschein eingetragen, welche auf diese Sonderform des Führerscheins Klasse B hinweist.

Für was gilt die Fahrerlaubnis?

Wie beim „normalen“ Führerschein Klasse B dürfen Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen gefahren werden. Lediglich dürfen Besitzer eines Automatik-Führerscheins ausschließlich Fahrzeuge mit Automatik- oder Halbautomatik-Getriebe fahren.

Was ist mit der Anhänger-Klasse (E)?

Auch die Anhänger-Klasse (E) kann in Kombination mit dem Automatik-Führerschein absolviert werden. Diese unterliegt keinerlei Beschränkungen. Wichtig ist nur zu beachten, dass das geführte Fahrzeug ein PKW mit Automatik- oder Halbautomatik-Getriebe ist.

Ab wann kann der Automatik-Führerschein begonnen werden?

Der Automatik-Führerschein kann frühestens mit 17 1/2 Jahren begonnen werden. Wer sich für die Variante „Begleitetes Fahren ab 17“ (BF17) entscheidet, der kann bereits mit 16 1/2 Jahren mit der Führerscheinausbildung starten.

Welche Unterrichtseinheiten müssen absolviert werden?

Vorgesehen ist die gleiche Anzahl an Unterrichtseinheiten wie beim Führerschein Klasse B. Im Rahmen dieses Unterrichts lernen Fahranfänger das theoretische Basiswissen, um im Straßenverkehr zu bestehen. Der Unterricht zielt darauf ab, den theoretischen Prüfungsteil des Führerscheins zu bestehen.

Diese Unterrichtseinheiten sind wie folgt gestaffelt:

  • 12 Grundstoff Unterrichte à 90 Minuten
  • 2 klassenspezifische Unterrichte à 90 Minuten

Bei Besitz einer Fahrerlaubnisklasse, beispielsweise dem Führerschein Klasse A, reduziert sich der Grundstoff Unterricht auf 6 Unterrichte à 90 Minuten.

Wie lange ist der Automatik-Führerschein gültig?

Der Führerschein selbst, also das visitenkartengroße Dokument, ist nach Ausstellung 15 Jahre gültig. Anders als das Führerschein-Dokument ist die Fahrerlaubnis ein Leben lang gültig, sofern diese nicht aufgrund von Verstößen gegen das Straßenverkehrsgesetz entzogen wird.

Übungsfahrten & Sonderfahrten

Natürlich gehört beim Erwerb einer Fahrerlaubnis auch ein praktischer Anteil dazu. Dieser praktische Anteil ist aufgeteilt in Übungsfahrten und Sonderfahrten.

Übungsfahrten

Die Anzahl an Übungsfahrten ist nicht fest vorgeschrieben. Wie viele Übungsfahrten absolviert werden, das richtet sich nach den individuellen Fähigkeiten des Fahrschülers.

Sonderfahrten

Anders sieht es aus bei den Sonderfahrten. Hier gibt es eine gewisse Mindestanzahl an Sonderfahrten, welche vor der praktischen Prüfung alle absolviert werden müssen. Folgende Sonderfahrten sind verpflichtend:

  • 5 Überlandfahrten
  • 4 Autobahnfahrten
  • 3 Beleuchtungsfahrten

Je nach Bedarf des Fahrschülers können hier mehr Sonderfahrten vereinbart werden als vorgeschrieben sind.

Die Prüfungen

Beim Automatik-Führerschein müssen zwei Prüfungen abgelegt werden – eine theoretische und eine praktische Prüfung.

Die theoretische Prüfung

Bei der theoretischen Prüfung wird Wissen über den Straßenverkehr, seine Regeln und korrektes Fahrverhalten abgefragt. Üblicherweise wird diese beim ortszuständigen TÜV abgelegt. Die theoretische Prüfung kann frühestens drei Monate vor dem 17. bzw. 18. Geburtstag absolviert werden.

Die praktische Prüfung

Bei der praktischen Prüfung wird geprüft, ob sich der Fahrschüler auch im alltäglichen Straßenverkehr als fahrtüchtig erweist. Neben dem Fahrlehrer sitzt ein zusätzlicher Fahrprüfer mit im Auto. Zugelassen zur praktischen Prüfung wird nur der, wer bereits die theoretische Prüfung erfolgreich absolviert hat und alle Sonderfahrten abgelegt hat. Die praktische Prüfung kann frühestens einen Monat vor dem 17. bzw. 18. Geburtstag absolviert werden.

Antragsstellung

Sie haben sich dazu entschieden, ihren Automatik-Führerschein bei uns zu absolvieren? Ausgezeichnet! Für eine formgerechte Antragsstellung benötigen wir die folgenden Unterlagen von Ihnen:

  • Biometrisches Passbild
  • einen Sehtest
  • eine Bescheinigung über lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort (SMU)
  • eine Kopie des gültigen Ausweises (Vorderseite und Rückseite)
  • bei einer Vorklasse benötigen wir eine Führerscheinkopie und keine SMU-Bescheinigung

Wer sich für das Führerscheinmodell „Begleitetes Fahren ab 17“ (BF17) entscheidet, muss zusätzlich die folgenden Unterlagen einreichen:

  • die Ausweiskopie der Begleitperson
  • die Führerscheinkopie der Begleitperson